Das Shisha-Rauchen erlangte in den vergangenen Jahren markantes Ansehen in der deutschen Clubbing-Szene. Doch egal ob Berlin, Dubai oder Kairo – Shisha-Lokale sind weltweit vertreten. Für uns stellt sich die Frage, was macht den Genuss der Wasserpfeife aus, wo liegt dessen Ursprung und wie muss man sich die internationale Shisha-Kultur vorstellen? Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt und die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Wie Shishas funktionieren

Die meisten haben bereits eine Shisha gesehen. Doch nur wenige könnten sie aus Einzelteilen zusammenbauen und wissen welche Funktionsweise dahintersteckt. Die nächsten Zeilen sorgen für Aufklärung. Die herkömmliche Shisha, wie wir sie aus Bars kennen, besteht aus folgenden Elementen:

  • Bowl: Dies ist der unterste Teil der Shisha. Es dient als Wassergefäß, besteht aus Metall, Acryl oder Glas und ist häufig mit Verzierungen versehen. Das Volumen der Bowl wirkt sich unmittelbar auf das Rauchverhalten aus.
  • Rauchsäule: Sie wird in die Bowl geführt und mit ihr luftdicht verbunden. Im Inneren des Wassergefäßes sollte die Rauchsäule rund drei Zentimeter im Wasser sein. Viele Rauchsäulen bestehen aus mehreren Teilen.
  • Schlauch: Hierzu gehört der Schlauch, das Mundstück und ein Schlauchanschluss. Abhängig von der Shisha kann es einen oder bis zu vier Schlauchanschlüssen geben.
  • Ascheteller: Der Ascheteller gehört nicht zu den zwingend notwendigen Elementen. Er dient lediglich dazu Kohle und Tabak aufzufangen und den Untergrund zu schützen.
  • Kopf: Wie der Name vermuten lässt, befindet sich der Kopf einer Shisha ganz oben. Darin wird das eigentliche Genussmittel wie Tabak oder eine Molasse-Glycerin-Mischung aufbewahrt. Auch die Kohle ist dort zu finden. Es gibt verschiedene Bauformen wie den Standardkopf, Einlochkopf oder Power-Bowl-Kopf.

Aus welchem Material die einzelnen Komponenten gefertigt sind, hängt vom Hersteller und der Qualität ab. Während der Kopf oft aus Ton besteht, werden Rauchsäulen aus Edelstahl produziert und die Bowl beispielsweise aus Glas oder Acryl. Wer sich eine heimische Shisha-Genusszone einrichten will, greift idealerweise direkt zu hochwertigen Ausführungen, um lange Freude daran zu haben und die Wohnlandschaft um ein schickes Accessoire zu bereichern. Einen ersten Eindruck zur Modellvielfalt können sich Interessenten im Shisha Shop Smokestars.de verschaffen, der neben Wasserpfeifen-Komplettsets sämtliche Einzelteile im Sortiment hat. Die Größe einer zusammengebauten Shisha variiert. Kleine Modelle sind meist maximal 45 Zentimeter hoch, mittlere Varianten reichen bis rund 75 Zentimeter und große Vertreter reichen darüber hinaus.

Shisha

© Activedia

Nachdem die Shisha aufgebaut ist, wird in die Bowl Wasser gefüllt. Anschließend gilt es den Kopf vorzubereiten. Dazu füllen Shisha-Freunde feuchten Tabak beziehungsweise Dampfsteine hinein und decken dies mit Alufolie ab. Alternativ lässt sich ein Kaminkopf verwenden. Dann wird die Kohle auf die Alufolie platziert und das Shisha-Rauchen kann beginnen. Einige verzichten auf Alufolie und legen die Kohle direkt auf den Tabak. Sobald jetzt am Mundstück gezogen wird, kommt es in der Bowl zum Unterdruck. Die Luft gelangt über den Kopf in die Rauchsäule bis sie letztendlich im Wassergefäß landet. Durch diesen Effekt wird die Kohle erhitzt und die entstehende Wärme lässt den Tabak verdampfen. Der entstehende Rauch wird über die Bowl durch das Wasser in den Schlauch und letztendlich in den Mund des Rauchenden geführt. Das charakteristische Blubbern entsteht, während der Rauch durch das Wasser gezogen wird. Shisha-Tabak ist in zahlreichen Geschmacksrichtungen wie Kokosnuss, Wassermelone, Apfel oder Schoko-Minze erhältlich.

Trend: E-Shishas

Angesichts des zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Gesellschaft wurden in den vergangenen Jahren nicht nur E-Zigaretten populär. Auch E-Shishas sind der Renner. Das Prinzip ist identisch mit den elektrischen Zigaretten-Alternativen. Statt Tabak kommt Liquid in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zum Einsatz. Beim Ziehen am Mundstück kommt es zum Verdampfen der Flüssigkeit. Gewährleistet wird das Erhitzen des Liquids mit einem elektrischen Element. Ein Akku beziehungsweise Batterien sind unverzichtbar. Für Befürworter der klassischen Shisha haben die elektronischen Varianten der Wasserpfeife nicht mehr viel zu tun mit dem eigentlichen Genuss. Gesundheitsfanatiker werden darin dennoch eine attraktive Alternative erkennen, um der Shisha-Gemeinde ohne Reue beizuwohnen.

Ursprung und internationale Shisha-Kultur

Die Ursprünge der Wasserpfeife sind bislang nicht eindeutig geklärt. Experten vermuten, dass die Inder die ersten waren, die eine Wasserpfeife bauten. Kokosnüsse und Bambusstöcke sollen dafür genügt haben. Die Form und Funktionsweise moderner Shishas wird auf die Ägypter zurückgeführt. Aber auch das ist nicht bewiesen.

Shisha-Raucher

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Fest steht, dass sich die Shisha von dort aus ab dem 16. Jahrhundert verbreitet hat. Über die Jahrhunderte entwickelte sich das Rauchen von Shisha zu einer Gemeinschaftskultur, die in zahlreichen Ländern in der arabischen Welt fest mit den Traditionen verbunden ist. Vielerorts ist das gemeinsame Rauchen ein Zeichen der Gastfreundschaft. Schwarzer Tee oder Kaffee und süße Gebäckstücke gehören bei der traditionellen Shisha-Kultur zum Genusserlebnis. Nicht selten trifft man sich zum Zelebrieren der Shisha-Kultur in gepflegten Kaffeehäusern. Dort wird großen Wert auf eine harmonische Atmosphäre gelegt. Damit sich die Kundschaft rundum wohl fühlt, sind die Räumlichkeiten geprägt von komfortablen Sitzgelegenheiten mit Kissen und bequemen Matratzen. Während die Wasserpfeife in der geselligen Runde umhergeht, unterhält man sich über die Ereignisse des Tages.

Außerhalb der arabischen Welt tauchte die Shisha erst zu Zeiten des Kolonialismus auf. Der Globalisierung ist es zu verdanken, dass die Wasserpfeife im 20. Jahrhundert den Weg in den Westen fand. Als Alternative zur Zigarette entstand eine massive Shisha-Bewegung. Heute können wir in fast jeder Stadt Shisha rauchen. Viele Bars und Cafés haben sich der Nachfrage angepasst und das Serviceangebot erweitert. Insbesondere das jüngere Publikum trifft sich in entsprechenden Shisha-Lokalen, um die dort bereitgestellten Wasserpfeifen zu nutzen. Auch in Beachclubs oder Diskotheken erfreut sich die Shishas zunehmender Beliebtheit.

Fazit

Die internationale Shisha-Kultur wirkt so vielfältig wie das Angebot an Wasserpfeifen. Während in Nordafrika und im Nahen Osten Shisha-Rauchen als Entspannungsquelle gilt und während des Ramadans sogar als Flucht aus der Fastendisziplin Verwendung findet, sitzen die Europäer in puristischen Clubs und interpretieren das Shisha-Rauchen als festen Bestandteil eines exklusiven Lifestyles. Ergänzend dazu treffen sich Studenten in Parks und machen aus der Freizeitbeschäftigung ein Ritual. Eines haben die Shisha-Kulturen weltweit gemeinsam: Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Genießen, egal welche Gesellschaft es betrifft. Die Popularität von Shishas ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass beim entspannten Rauchen in der Gruppe ein Kontrastprogramm zum hektischen Alltag geschaffen wird.