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Orochi – Riesenschlange mit acht Köpfen

Der Name Orochi stammt aus der japanischen Mythologie Yamata no Orochi, es handelte sich um eine drachenähnliche Kreatur, bzw. richtig übersetzt, eine Riesenschlange mit acht Köpfen. Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie eine achtköpfige Schlange erhält man, wenn man mit dem Orochi durch die Stadt fährt. Der Wagen, der aus einem Science Fiction Film stammen könnte, ist designtechnisch genau das, was der Einheitsbrei von heutigen Autodesignern überwiegend vermissen lässt. Mutig und innovativ.

Vom Concept Car zur Serienreife

Eigentlich war der Mitsuoka Orochi als Concept Car für die Tokyo Motor Show 2001 gedacht. Aber die extreme Nachfrage nach dem Sportwagen mit dem außergewöhnlichen Design, führten dazu, das aus der Studie ein echter japanischer Sportwagen wurde.

Sportwagen und japanische Handarbeit

Fünf Mitarbeiter benötigen allein schon eine Woche, um den Rahmen in Handarbeit herzustellen. Mitsuoka verfügt nicht über eine große Produktionsstraße, wie sie bei großen Automobilherstellern im Einsatz ist, weshalb hier die Fertigkeiten der Mitarbeiter gefragt sind. Das passt auch wunderbar zur Philosophie von Mitsuoka, dem Kunden das Auto mit „Liebe und Herz“ auszuhändigen. Bevor ein Wagen an den Kunden übergeben wird, wird es von einem speziellen Team, unter anderem auf der Rennstrecke, auf Herz und Nieren überprüft.

Design der etwas anderen Art

Alles begann damit, dass der Firmengründer und japanischer Unternehmer Susumu Mitsuoka den Auftrag erteilte „Etwas anderes zu gestalten, als bisherige Supersportwagen, etwas mit einer eigenen Persönlichkeit.“ Das Ergebnis ist ein Design gegen den Mainstream, außergewöhnlich, auffällig, ein wenig von alten Ferraris, ein wenig Lamborghini, eine Prise Batmobil und viel Mitsuoka. Der Innenraum wird von Leder und Metall dominiert, eine Mischung die ein wenig an alte Klassiker erinnert. Das Echtleder steht in 10 Farbtönen zur Auswahl, mit vier unterschiedlichen Nähten.

Toyota unter der Haube

Als Antrieb dient der 3,3 Liter MZ-FE V6 Motor mit 233 PS aus dem Hause Toyota. Dazu 5-Gang Automatik, Heckantrieb und Felgen/Reifen mit den Dimensionen 245/45ZR18 vorne und 285/40ZR18 am Heck. Natürlich sind das nicht die Werte eine Supersportwagens, aber durchaus genug Leistung um Fahrspass zu erleben. Der Orochi kostet mit knapp 82.000 Euro aber auch deutlich weniger, als ähnlich auffällige Lamborghinis und Co.  Dieses „Fashion Super Car“ wie es vom Firmengründer genannt wird, ist aktuell leider nur in Asien und dem Mittleren Osten erhältlich.