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Alfa Romeo 4C – reinrassiger Sportwagen

Als Alfa ankündigte ein Coupé mit den Werten eines Supersportwagens zu bauen, erntete das Unternehmen von Branchenkennern ein spöttisches Lächeln. Als bekannt wurde, dass dieses Coupé unter 1.000 kg wiegen soll, zusätzlich 4kg/PS erreicht werden sollen (jedes PS soll max. 4 kg bewältigen müssen) und der Sportwagen unter 50.000 Euro kosten soll, da war das Gelächter groß, man empfand schon fast Mitleid.

Alfa Romeo 4C – Power und Performance

Nun ist er da, wunderschön, durchdesigned mit Liebe zum Detail, trotzdem spartanisch und gleichzeitig bärenstark. Der Alfa Romeo 4C hat ein Trockengewicht von knapp 900 kg, leistet 176 kW/240 PS, sprintet in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und fährt 258 km/h in der Spitze. Möglich ist das durch den Einsatz von ausgesuchten, möglichst leichten Materialien wie Kohlefaser und Aluminium. Verantwortlich für die Power ist neben der Leichtbauweise, ein komplett aus Aluminum gefertigter 4-Zylinder-Turbobenziner mit 1.750 cmHubraum und Direkteinspritzung, von Alfa liebevoll 1750er genannt. Bei 1.700 U/min stehen 350 Nm Drehmoment zur Verfügung.

Niedriger Preis – Hohe Leistung

Der Preis? Erhältlich ist die rote Flunder mit dem Mördersound ab 50.500 Euro. An Bord ist dabei bereits eine ordentliche Ausstattung, unter anderem Sportsitze, Lederlenkrad, Klimaanlage, Navigationssystem, eine hochwertige Audioanlage, Schaltwippen am Lenkrad, Pedale und Fußstützen aus Aluminium, ein zentrales Instrumentendisplay in TFT-Technik sowie 17-Zoll-Alufelgen an der Vorderachse und 18-Zoll hinten. Airbags, ABS und sogar ein elektronisches Fahrstabilitätsprogramm inklusive Berganfahr-Hilfe sind ebenfalls dabei. Für den optimalen Vortrieb sorgen das Sperrdifferenzial Q2 und die elektronische Antischlupfregelung, auch das Fahrdynamikprogramm Alfa Romeo D.N.A. gehört zur Serienausstattung, damit kann der Fahrer das Ansprechverhalten von Motor, Fahrwerk und elektronischer Assistenzsysteme seinen persönlichen Vorlieben anpassen.

Produktion bei Maserati in Modena

Gebaut wird der Alfa Romeo 4C in Modena, genauer genommen bei Maserati. Während das Design aus der Feder des Centro Stile Alfa Romeo stammt, ist die Fertigung Angelegenheit von Maserati, die Sportwagen-Manufaktur gehört ebenso wie Alfa Romeo zur Fiat-Chrysler Gruppe. Der Alfa Romeo 4C ist das Ergebnis einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen Alfa und Maserati, die Synergiemöglichkeiten innerhalb der Gruppe wurden hier optimal genutzt. Das Ergebnis ist ein, sogar bezahlbares, Sport-Coupé mit „Will-Haben-Effekt“. Allerdings müssen sich Interessenten auf eine Wartezeit von aktuell mindestens sechs Monaten einrichten, insgesamt wird der Alfa Romeo 4C zum knappen Gut – gebaut werden sollen nur rund 3.500 Exemplare pro Jahr.

Alfa Romeo 4C im Video