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Der Roadster wird gebaut – in Handarbeit.

Als BMW im Herbst 1988 den Z1 im italienischen Punta Ala der internationalen Presse vorstellte, stand das direkte Vorgängermodell im Innenhof des Hotels: ein BMW 507 aus den späten 1950er Jahren. Wer heute ein Modell der Z-Reihe fährt, darf sich bei den BMW-Ingenieuren bedanken, die damals den Mut und den Pioniergeist hatten, ein wirklich außergewöhnliches Auto zu entwickeln.

Sportwagen ohne Flügel und Spoiler: Vorbild in Aerodynamik und Design.

Der BMW Z1 Roadster war funktionell und edel eingerichtet. Neue und hochwertige Stoffe, kombiniert mit feinem Leder, überzogen Sitze und Türflächen.  Der Roadster erhielt schalenförmige Vollschaumsitze mit guter Seitenführung um den möglichen hohen Kurvengeschwindigkeiten gerecht werden zu können. In Wagenfarbe lackierte Kunststoffschalen umgaben die Rückenlehne, die Kopfstützen waren in die Lehnenkontur integriert. Der Fahrersitz war höhenverstellbar, der Beifahrersitz vorklappbar – zur besseren Ausnutzung des Durchladesystems.

Niedriger Schwerpunkt, breites Fahrwerk: „Höchstmaß an Fahrfreude“.

Der Antrieb und das Fahrwerk des Z1 stammte zum Großteil aus der damaligen 3er Reihe. Unter der Fronthaube arbeitete der klassische BMW Reihensechszylinder. Der brachte aus 2,5 Liter Hubraum eine Leistung von 170 PS.

Der Z1 war 225 km/h schnell und benötigte für den Spurt auf Tempo 100 knapp acht Sekunden. Was den damaligen Urvater der Z-Reihe ausmachte, gilt heute nach wie vor für alle BMW-Modelle mit dem Z im Namen. Go-Kart-Feeling pur, hervorragendes Ansprechverhalten am Gas und Kurvenfahrten wie auf Schienen.

Dass der Preis für den Z1 mittlerweile auf 83.000 D-Mark geklettert war, tat seiner Beliebtheit keinerlei Abbruch. Rund 4.000 Käufer hatten ihn schon bestellt, damit war der Z1 bis Ende 1990 ausverkauft. Als die ersten Serienautos Anfang 1989 zu den Kunden rollten, wurden in Inseraten für einen zuteilungsreifen Vertrag bereits 20.000 D-Mark Aufpreis verlangt.

Begründer der BMW Z-Sportwagen.

Nach 8.000 BMW Z1 endete die Produktion im Juni 1991. Er hatte ein Segment im BMW Portfolio wiederbelebt, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut: das der zweisitzigen Sportwagen mit dem Z als Kennbuchstaben. Heute gehört der Z1 aufgrund seiner geringen Produktionszahl, seiner einzigartigen Gesamtkonzeption und nicht zuletzt wegen des hohen Maßes an Fahrspaß zu den jungen Klassikern der BMW Automobilgeschichte. Autos, die nach 25 Jahren noch immer futuristisch wirken und noch immer gefahren werden: Mindestens ein Z1 hat einen verbrieften Kilometerstand von über 330.000 Kilometern erreicht.

Wem ein BMW Z1 angeboten wird, der sollte sofort zuschlagen. Wenn es mit dem Z1 nichts wird, bietet sich die aktuelle Z-Reihe an. Wer unvergleichlich röhrenden Motorsound und ein fantastisches Fahrvergnügen sucht, der ist beim aktuellen sDrive35is sehr gut aufgehoben. 340 PS im offenen Zweisitzer machen sich mehr als gut und katapultieren in 4,8s von 0 auf 100. BMW – das ist wirkliche Freude am Fahren.