Label – Zoom Balmain

Maskulin und sexy zugleich muss kein Widerspruch sein -seit seinem Relaunch im Jahr 2006 ist Balmain der Inbegriff von edlem Glam-Rock Look mit 80ies-Appeal. Der glamouröse Style des Paris der siebziger Jahre präsentiert die perfekte Balance aus Sexappeal und cooler Attitüde.  Die glamouröse Kollektion von Balmain ist eines dieser gelungenen Werke: French-Chic meets Rock`n`Roll-Bikergang – so, oder so ähnlich könnte der Titel der Kreationen von Balmain lauten. Kastig geschnittene Jacken mit maskulinen Silhouetten wechseln sich ab mit hautengen, sexy Samtkleidern, perlenbestickten Hosen und frechen Minikleidern – allesamt perfekte Partner für den angesagten Edel-Gothic-Look. Auch pompöser Barock-Style ist vertreten, eine zweiteilige Samtkombination mit ornamentalen Muster zählt neben der abgesteppten Lederjacke, oder dem petrolblauen Lammlederhemd zu unseren absoluten Favoriten. Zugegeben, sehr günstig sind die Wish-List Pieces von Balmain nicht, aber die Keypieces dieser Kollektion lassen sich vielseitig einsetzen und sind auch in ferner Zukunft immer en vogue.

Gemeinsam mit Christian Dior und Cristóbal Balenciaga definierte Pierre Balmain, der sein Label 1945 in Paris gründete, die Couture-Mode der Nachkriegszeit. Ab 1946 brachte Balmain dann seine legendären Parfum-Kreationen auf den Markt: Zuerst Élysées, 1947 Vent Vert und schließlich 1949 das berühmte Jolie Madame. Für Balmain war Parfum „für die Eleganz wichtiger als Accessoires, Schmuck und Schuhe“. Dennoch fanden Balmains mondäne, luxuriöse Entwürfe starke Beachtung. Groß heraus kam er zunächst mit edlen Roben, später entwickelte sich ein glamouröser Stil mit Korsage-Oberteilen und opulenten Stickereien, bei dem die Saumlängen stets die Knie bedeckten, das Markenzeichen des Franzosen. Sein femininer, eleganter Stil verlieh internationalen Filmstars, sowie berühmten Mitgliedern des Jet Set und des Adels in den 50er und 60er Jahren reichlich Glanz und Glamour. Pierre Balmain kleidete die berühmtesten Ladies seiner Zeit ein: Marlene Dietrich, Katharine Hepburn, Brigitte Bardot, Sophia Loren und die thailändische Königin Sirikit zeigten sich mit Balmains Roben auf den roten Teppichen dieser Welt. Mit seinen eleganten Abendkleidern, oft drapiert und in Falten gelegt und vor allem immer figurbetont, sicherte das Label sich einen festen Platz in der französischen Mode-Elite. In den 1970er Jahren sank Balmains Stern, er war sogar gezwungen, sein Modehaus zu verkaufen.

Trotzdem blieb er weiterhin dort als Chefdesigner bis zu seinem Tod 1982 tätig. Danach übernahm sein allererster Assistent die Leitung des Hauses Balmain: Oscar de la Renta – später erfolgreich mit seinem eigenen Label, war fast zehn Jahre Kreativdirektor. Doch 2006 gelang Balmain schließlich ein grandioses Comeback mit dem Relaunch einer neuen Ready-to-wear-Kollektion: Der französische Designer Christophe Decarnin verband die traditionelle klassische Eleganz der Marke mit modernen Designelementen, frischer Wind für die couturigen Looks, weibliche Eleganz mit verruchter und einer manchmal etwas verschrobenen Note. Balmain ist im 21. Jahrhundert angekommen. Seit 2011 ist Olivier Rousteing verantwortlich für die Designs – die typische Balmain-Opulenz erreicht unter seinem Einfluss erneut einen Höhepunkt.

Frühling und Sommer 2016 werden bei Balmain gewohnt sexy und glamourös. Eben genau so, wie wir Olivier Rousteings Kreationen für das Pariser Modehaus kennen und lieben: Extraschmale Kleider, feminine Volants, sowie hautenge Pants werden in Kombination mit großmaschigen Netzstoffen in leuchtenden Farben und viel Glitzer zu unseren Lieblingsstücken. Natürlich darf auch ein anderes Markenzeichen des Labels Balmain dabei nicht fehlen: Seine Blazer mit opulenter, goldfarbener Hardware – den berühmten Signature-Knöpfen.