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Die Uhr mit dem ewigen Kalender

Auf dem Markt hochpreisiger Armbanduhren versuchen sich gerade die traditionellen Uhrenmanufakturen mit den aufwendigsten Komplikationen zu übertreffen. Auf kleinstem Raum werden mit ruhiger Hand und Pinzette Scheiben und Zahnrädchen eingesetzt, die am Ende des Fertigungsprozesses einwandfrei ineinanderlaufen und uns zuverlässig und auf die Sekunde genau die aktuelle Zeit verraten. Fast jede dieser Schönheiten hat auch eine Datumsanzeige integriert. So auch die Manero Chrono Perpetual des Schweizer Uhrenbauers Carl F. Bucherer. Allerdings darf sich der Träger dieser Armbanduhr nicht nur über eine „normale“ Datumsanzeige freuen, er ist im Besitz eines ewigen Kalenders! Dieser gilt unter Uhrenmachern als die absolute Königsdisziplin, denn mit der Datumsfunktion ist auch immer ein großes Problem verbunden. Wie jedem bekannt sein dürfte, haben die Monate nach dem Gregorianischen Kalender eine unterschiedliche Anzahl von Tagen. Daher springt der Kalender einer Uhr am 30. eines Monats automatisch auf den 31. Bei einem „kurzen“ Monat muss der Träger daher das Datum von Hand um einen Tag zurückstellen. Das Uhrwerk des ewigen Kalenders dagegen ist selbstständig in der Lage, dieses Problem auszugleichen, selbst in einem Schaltjahr. Durch diese aufwendige Komplikation ist es der Uhr möglich, bis ins Jahr 2100 völlig exakt zu laufen. Erst dann muss die auf zwölf Uhr angebrachte Datumsanzeige verbessert werden. Auch optisch weiß der Kalender zu überzeugen. Der Wochentag ist bei sechs Uhr angebracht, der Monat bzw. das Schaltjahr bei neun Uhr. Wer wissen möchte, warum er nachts nicht schlafen kann, der überprüft bei drei Uhr die Mondphase und stellt vielleicht fest, dass gerade wieder einmal Vollmond herrscht.

Präzision durch und durch

Obwohl der ewige Kalender allein schon bemerkenswert genug ist, haben sich die Designer von Carl F. Bucherer damit noch nicht zufrieden gegeben. Das Gehäuse mit einem Durchmesser von 42,5 Millimeter ist in 18 Karat Rotgold gehalten und beherbergt bei einer Höhe von 14,3 Millimeter das Kaliber CFB 1904. Dieses treibt den Chronographen an, der mit einer Flyback-Schaltung versehen ist. Diese Funktion erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Während einer Zeitmessung kann der Stoppzeiger durch Betätigen des Drückers augenblicklich auf Null gestellt werden. Wird der Drücker losgelassen, beginnt sofort eine neue Messung. Neben dem ewigen Kalender ist dies die zweite komplizierte Funktion, welche die Manero Chrono Perpetual so wertvoll werden lässt.

Eine Uhr für Detailverliebte

Die durch ein beidseitig entspiegeltes, hochbombiertes Saphirglas geschützte Uhr schmiegt sich mit seinem von Hand genähten, fein verzierten Louisiana-Alligator-Lederarmband ans Handgelenk. Die Dornschließe ist wie das Gehäuse aus 18 Karat Rotgold gefertigt und äußerst filigran graviert. Die in Luzern beheimatete Uhrenmanufaktur Carl F. Bucherer wird bereits in der dritten Generation geführt. Jedes Jahr verlassen dort circa 20.000 Uhren die Werkstatt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch von dieser einzigartigen Armbanduhr nur 100 Stück angefertigt werden. Diese sind für einen Preis von 35.500 Euro zu kaufen. Etwas günstiger wird es, wenn man sich für die auf 150 Stück limitierte Edelstahlversion entscheidet.