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Hohe Kunst der Uhrmacherei

Auf dem Markt hochwertiger und exklusiver Uhren besteht ein unglaubliches Angebot. Auf der jährlich im schweizerischen Basel stattfinden Uhrenmesse „Baselworld“ zeigen die mitunter bekanntesten und begabtesten Uhrenhersteller der Welt ihr Können. Eine davon ist die aus dem Kanton Neuenburg stammende Manufaktur Ulysee Nardin. Mit der „Imperial Blue“ erschaffen die Schweizer ein Meisterwerk der Haute Horlogerie.

Imperial Blue – eine Grande Sonnerie Armbanduhr

Weltweit nur ein halbes Dutzend renommierter Uhrenmanufakturen stellt heutzutage noch Grande Sannerie Armbanduhren her. Zu komplex und aufwendig ist dieses Verfahren und daher etwas ganz spezielles für jeden Uhrenliehaber. Diese Bauart reicht bis ins Jahr 1300 zurück, als die Uhren weder über Stunden- noch über Minutenzeiger verfügten. Es war also notwendig, die Zeit „hörbar“ zu machen. Da es noch keine Armbanduhren gab, musste der Glockenschlag monumentaler Uhren auch noch über weite Strecken hinweg hörbar bleiben. Im Laufe der Jahrhunderte aber wurden die Uhren immer kleiner. Ullysee Nardin stellte sich von Anfang an der Herausforderung, auch die Technik der Grand Sonnerie Zeitmesser zu perfektionieren und diese in die Herstellung ihrer Armbanduhren mit einfließen zu lassen. Schon 1893 erhielten die Uhrmacher der Schweizer Manufaktur im Zuge der in Chicago stattfindenden Weltausstellung als einziges Unternehmen der Branche die Goldmedallie für ihren Chronographen mit Minutenrepetition. Mit der Imperial Blue und dem in ihr verbauten Uhrwerk steigt die Manufaktur wieder in den Olymp der Haute Horlogerie auf.

Technische Raffinesse auf 46 Millimeter Durchmesser

Die Imperial Blue verbindet solides Handwerk mit absoluter Kunstfertigkeit. Über der durchsichtigen Platine scheint der Tourbillon der Uhr zu fliegen. Im Inneren schlägt ein UN-970 Kaliber. Insgesamt werden 84 Rubine verbaut, Brücken und Platine sind aus Saphir. Das Gehäuse mit einen Durchmesser von 46 Millimetern besteht aus 18 Karat Weißgold und wird durch entspiegeltes Saphirglas bedeckt. Am Gehäuseboden findet der Träger ebenfalls Saphirglas. Wer dieses Wunderwerk der Uhrmacherkunst gerne zum Tauchen tragen möchte, kann die bis zu einer Tiefe von 30 Metern tun.

Das eigentliche Highlight der Uhr ist jedoch das Westminster Carillon Schlagwerk. Es lässt zu jeder vollen Stunde zauberhafte Klänge in G-Dur ertönen. Durch einen Drücker bei 11 Uhr lässt sich die Uhr auch auf lautlos stellen. So kann ihr Besitzer die faszinierenden vier Töne der Minutenrepetition des Westminsterschlags besser genießen.

Eine Uhr mit perfektem Energiemanagement

Auch das Energiemanagement der Imperial Blue ist absolut beeindruckend! Die Uhr kommt mit einer Gangreserve von bis zu 50 Stunden! Diese technische Meisterleistung ist die Hauptschwierigkeit bei der Herstellung der Uhr und wird durch einen technischen Clou erreicht. Die Energie für das Schlagen der vollen Stunde sowie das Wiederholen von Stunde, Viertelstunde und Minute wird vom selben Federhaus geliefert. Über das Betätigen des Spannhebels am Mittelteil bei 9 Uhr kann die Gangreserve zum Teil aufgezogen werden. Vollständig aufziehen lässt sie sich durch das Drehen der Krone gegen den Uhrzeigersinn. Dreht man allerdings im Uhrzeigersinn, wird ein separates Federhaus aufgezogen.

Exklusiv und vor allem teuer

Die Herstellung dieser Ausnahmeuhr ist hochkomplex. Daher scheint es klar zu sein, dass dieses Meisterwerk aus dem Hause Ulysse Nardin nicht in hoher Stückzahl produziert wird. Die mit einem Lederband mit Faltschließe ausgestattete Uhr wurde daher auf weltweit nur 20 Stück limitiert. Nicht nur die verwendeten, hochwertigen und edlen Materialien, sondern auch die detailverliebte Technologie der Grande Sonnerie lassen sich die Schweizer mit einem Preis von 700.000 Euro vergüten.