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Zurück in die Zukunft

Maximilian Büsser, Gründer der Uhrenmanufaktur MB&F, ist ein Kind der 1970er Jahre.Er erlebt diese Jahrzehnt als eine Zeit der technischen Neuerungen. Eine Zeit, in der nichts unmöglich schien. Die ersten Menschen flogen ins All, Flugzeuge durchbrachen die Schallmauer. Mit dem Lamborghini Miura kam ein Sportwagen auf den Markt, der nicht nur durch seine Schnelligkeit und Sportlichkeit, sondern auch durch sein, für dieses Zeit wirklich futuristisches Aussehen, neue Maßstäbe setzte. Auch die Welt der Uhren hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Immer neuere Designstudien bringen immer mehr futuristisch wirkende Uhren auf den Markt. Mit dem Design der Horological Machine N° 5 RT verbindet MB&F Sportwagendesign der 1970er Jahre mit modernster Uhrentechnik.

Sportwagen trifft Handgelenk

Herausragend ist diese Uhr vor allem aufgrund ihrer besonderen Optik. Sie ist eine Hommage an die für ihre Erscheinungszeit mutig gestaltete Amida Digitrend. Noch mehr erinnert sie ihren Träger aber an die Sportwagen der 70er. Wie bei einem Auto zeigt sich auch die Uhr mit einem nach hinten abgeflachten Heck, das überzogen ist mit Lamellen. Während sie beim Auto als Sonnenschutz gedacht waren, erfüllen sie bei der Uhr die genau gegenteilige Aufgabe. Hochgeklappt lassen sie Licht ins Innere um die dort liegenden Superluminova-Leuchtziffern aufzuladen. Je nach dem wie weit die Lamellen geöffnet werden, lässt sich die Helligkeit der Anzeige einstellen.

Hier kommt auch das technische Wunderwerk, welches diese Uhr so besonders macht, zum Vorschein. Die Zeitanzeige arbeitet mit überlappenden Anzeigescheiben für Stunden und Minuten. Die Ziffern entstehen, indem die Scheiben mit einer Schablone maskiert und vollständig mit Super-Luminova überzogen werden. Nachdem die Maske entfernt wurde, bleiben nur die Ziffern übrig. Die Scheiben selbst rotieren oben auf dem Uhrwerk, die Zeitangabe erscheint vertikal auf der Gehäusevorderseite der Uhr. Dies wird durch die Verwendung eines hochpräzisem Reflexionsprismas aus Saphirkristall erreicht. Das Licht der Scheiben wird um 90° umgelenkt und um 20% vergrößert. So wirkt die Anzeige wie die tief liegenden Scheinwerfer alter Sportwagen.

Auch die Auspuffanlage kommt nicht zu kurz. Während sie beim Auto für den sportlichen Sound sorgt, ermöglichen die „Sidepipes“ den zügigen Abfluss von Wasser sollte die Uhr einmal nass werden. Denn wasserdicht ist nur das Innengehäuse, welches das Uhrwerk schützt.

Das Herz liegt unter der Haube

Wie auch bei einem Sportwagen, so liegt auch bei der Horological Machine N° 5 RT das Herzstück unter der Haube. Unter dem Heck des Flitzers, also dem eigentlichen Gehäuse findet der Träger ein Zweites aus Titan. Der Grund hierfür liegt im Feuchtigkeitsschutz. Denn die Lamellen lassen nicht nur Licht, sondern auch Feuchtigkeit in das Innere der Uhr vordringen, welches durch die Auspuffrohre wieder nach außen ablaufen soll. Im Titangehäuse arbeitet eine dreidimensionale Maschine. Zusammengesetzt aus 224 Teilen hat die HM5 eine Gangreserve von 42 Stunden. Nicht nur das Auto, also die Uhr an sich, ist ein echter Augenschmaus. Auch die Rückseite hält ein optischen Highlight bereit. Durch den offenen Saphirkristallboden wird der Blick auf den in 22 Karat Gold gehaltenen „Mystery“-Aufzugsrotor frei, der in Form einer Streitaxt gestaltet wurde. Am Handgelenk gehalten wird diese ganz besondere Uhr durch ein geformtes Naturkautschukband mit einer Dornschließe aus Titan.

Retrolook – wie immer kostenintensiv

Die Horological Machine N° 5 RT, eine Uhr, die an die Sportwagenära der 1970er Jahre erinnert, ist streng limitiert und wird jeweils 66 Mal in Rotgold oder Zirconium-Edelstahl hergestellt. Wie alles aus dem Retrosegment hat auch dieses Schmuckstück einen eleganten Preis. Zu haben ist die Uhr von MB&F für 53.550 Euro.