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Metamorphosis II – Der Verwandlungskünstler unter den Uhren

Armbanduhren sind nicht nur von Nutzen, sondern auch modisches Accessoire. Abgestimmt auf Kleidung und Stimmung können sie das Auftreten ihres Trägers bis ins Detail abrunden. Daher kann es mit Sicherheit nicht schaden, mehr als nur eine Uhr im Schrank zu haben. Mit dem Kauf der Metamorphosis II des Traditionsunternehmens Montblanc bekommt der Kunde gleich zwei Uhren. Und das in einem Gehäuse!

Metamorphose bedeutet Wandlung

Doch was sind das für Komplikationen, welche die Metamorphosis II zu dieser außergewöhnlichen Uhr machen, die sie ist? Die von Montblanc erst kürzlich auf der „Watch & Wonders“ 2014 in HongKong vorgestellte Uhr gibt ihrem Besitzer die Möglichkeit, sich ständig zwischen zwei unterschiedlichen Zifferblättern zu entscheiden. Um diese komplizierte Mechanik zu entwickeln, benötigten die Schweizer nicht nur all ihr Uhrmacherwissen, sondern auch mehr als vier Jahre Entwicklungszeit. Zu Recht hat sich Montblanc diesen Mechanismus patentieren lassen.

Aber schauen wir doch mal etwas genauer hin

Auf dem klassischen Zifferblatt zeigt die Uhr Stunden-, Minuten- und eine Datumsanzeige. Zwischen acht und zehn Uhr liegt ein Drücker, nach dessen Betätigung sich die Metamorphose einleitet. Zwei Seitenflügel bewegen sich langsam auf beide Seiten der Uhr um anschließend unter dem Zifferblatt völlig zu entschwinden. Nun wird der darunterliegende Chronograph mit Minutenanzeige sichtbar, der langsam auf dem Uhrwerk nach oben zu schweben scheint. Insgesamt dauert der Wechsel vom einem zum anderen Zifferblatt fünfzehn Sekunden. Hat sich der Träger für eines der Zifferblätter entschieden bedeutet das nicht, dass das andere aufhört zu arbeiten. Selbst nach Wochen ist beispielsweise die Datumsanzeige immer noch auf dem aktuellsten Stand. Auch die Zeit wird trotz allem auf dem anderen Zifferblatt, für eine Schweizer Uhr selbstverständlich, sekundengenau angezeigt. Um diese perfektionierte Mechanik am Laufen zu halten sind werden sagenhafte 746 Einzelteile verbaut, wovon allein 494 ausschließlich der Metamorphose dienen. Angetrieben durch ein zusätzliches Federgehäuse und durch einen Kraftregler gesteuert sorgen die Komponenten für ein reibungsloses Funktionieren der Komplikation.

Die Metamorphosis II – Eine Uhr fürs Leben

Aber nicht nur die Komplikation der Metamorphosis II weiß zu überzeugen. Das schlichte, aber edel wirkende Design dieses Meisterwerks macht die Uhr zu einem zeitlosen Begleiter. Das mit 52 Millimeter doch recht große Gehäuse ist in schönem Rotgold gehalten. In der klassischen Ansicht wandern die filigranen aus 18 Karat Massivgold hergestellten Zeiger über das römische Zifferblatt. Angetrieben wird die bis zu einer Tiefe von 30 Metern wasserdichte Uhr vom MB M 64,40 Uhrwerk, das seinem Träger eine Gangreserve von bis zu 50 Stunden bringt.

Aufwendige Komplikationen haben eben ihren Preis

Nach einer vierjährigen Entwicklungszeit der aufwendigen Komplikation ist nicht zu erwarten, dass diese Uhr für einen günstigen Preis zu erstehen ist. Beinahe 750 Teile müssen auf kleinstem Raum per Hand eingearbeitet werden. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Montblanc für eine Limitierung auf nur 18 Stück der Metamorphosis II geeinigt hat. Wer sich eine Uhr fürs Leben leisten möchte, muss dafür 170.000 Euro pro Stück bezahlen wollen.