Aller guten Dinge sind drei

Das besondere Jubiläum im Jahre 2015 hatten die Uhrmacher von A. Lange & Söhne bereits mit zwei Sondermodellen gebührend gewürdigt, der 200th Anniversary F. A. Lange“ und der zweiten Jubiläumsedition A. Lange & Söhne, das schien den Meistern aus der sächsischen Manufaktur allerdings nicht zu reichen. Zum Jahresabschluss wurde deswegen mit der A. Lange & Söhne 1815 TOURBILLON HANDWERKSKUNST das dritte Sondermodell zum 200. Geburtstages des Firmengründers vorgestellt.

Das internationale Renommee einer Firma wie A. Lange & Söhne kommt nicht von nirgendwo – regelmäßige Innovationen und eine ausnahmslos erstklassige Qualität der Produkte zeichnen die deutschen Uhrenexperten aus. Um selbst bei dieser einzigartigen Qualität noch einen Unterschied erkennbar zu machen hat A. Lange & Söhne im Jahr 2011 den unscheinbaren aber bedeutenden Namenszusatz „Handwerkskunst“ ins Produktportfolio aufgenommen. Ein Siegel, welches limitierte Sondereditionen mit seltenen Finish- und Gravurtechniken auf Ziffernblatt und Uhrwerk auszeichnet.

Zum 7. Dezember 2015 wurde nun das letzte Sondermodell mit diesem Namenszusatz veröffentlicht, die A. Lange & Söhne 1815 TOURBILLON HANDWERKSKUNST. Neben den beeindruckenden Oberflächenveredelungen sticht die Uhr auch durch zwei patentierte Mechanismen hervor: Die ZERO-RESET-Funktion welche bereits im Jahre 1997 entwickelt wurde und den Sekundenstopp für das Tourbillon, welche im Zusammenspiel ein höchst präzises Anhalten und Einstellen der Uhr ermöglichen.

Die 39,5 Millimeter großen Uhren in einem Rotgoldgehäuse sind auf eine Stückzahl von gerade einmal 30 limitiert. Die erst fünfte Uhr die sich mit dem Titel „Handwerkskunst“ schmücken darf stellt nicht nur mechanisch eine Meisterleistung dar, von dem 2014er Modell hebt sie sich vor allem durch das einzigartige Ziffernblatt ab. Die Tremblage-Gravur auf dem schwarz rhodinierten Rotgold wird durch eine Fadenstichel erschaffen, mit welcher der Graveur das Material bearbeitet, bis eine gleichmäßig feinkörnige Fläche entsteht. Das auffällige Bogenlogo und die Ziffern bleiben erhaben und bringen dadurch einen Höhenkontrast hervor, welcher einen besonders schönen optischen Effekt gegen den dunklen Hintergrund bewirkt. Durch eine Aussparung im Ziffernblatt lässt sich das große Minutentourbillon sehen. Das Käfigoberteil und die Tourbillonbrücke bestechen durch die Schwarzpolitur, welche eine der zeitaufwändigsten und anspruchsvollsten Arten der Finissierung darstellt. Auch das aufwendig finissierte Manufakturkaliber L102.1 präsentiert seine mechanische Präzision eindrucksvoll, zum Beispiel durch die neu gestaltete Dreiviertelplatine, welche nun elegant geschwungen ins Auge sticht. Großzügige Aussparungen ermöglichen einen ungehinderten Blick auf das Tourbillon auch von der Werkseite aus, ebenso wie auf das Federhaus und einige Teile des Räderwerks. Unter anderem wurde die Sekundenbrücke, welche wie die Platine und der Gehäuseboden aufwändige Handgravuren trägt, geöffnet, um den Blick auf dieses berühmte und faszinierend schöne Element der mechanischen Uhrmacherkunst freizugeben.

Tatsächlich lässt sich dieses einzigartige und stark limitierte Sondermodell mit einer alten Redensart am besten beschreiben: Aller guten Dinge sind drei. Dabei soll das mitnichten implizieren, dass die vorhergegangenen zwei Modelle den Erwartungen nicht gerecht geworden wären – viel mehr hat A. Lange & Söhne mit den beiden Jubiläumseditionen so viel Lust auf mehr gemacht, dass die A. Lange & Söhne 1815 TOURBILLON HANDWERKSKUNST als heiß ersehnte Zugabe die obligatorische Kirsche auf der Sahnetorte darstellt.