[nobelio-gallery]

Bei Lokum sündigt jeder gerne.

Wie der Apfeltee oder Raki gehört auch „LOKUM“ zu den ursprünglichen Köstlichkeiten der Türkei. Die bereits aus der Zeit der Sultane stammende Süßigkeit, ist das älteste Konfekt der Welt. Dazu gehört auch der „Türkische Honig“, der sich bereits seinen Weg in die berühmte Romanreihe „Die Chroniken von Narnia“ gebahnt hat. Beide schmecken einfach einzigartig und machen Appetit auf mehr!

Dem Anblick der bunten Lokum kann man kaum widerstehen.

Das süße Konfekt zählt zu den populärsten Delikatessen der Türkei. Den unwiderstehlichen Geschmack von Lokum machen die zahlreichen Zutaten aus. Die Konfekt-Masse wird mit Pistazien, Mandeln, Nüssen, Kokosraspeln oder getrockneten Früchten und Zucker zusammengesetzt. Die etwas andere Variation ist der Türkische Honig, der Lokum geschmacklich sehr nahe kommt. Dieser besteht nicht aus Sirup und Gelierzucker, sondern aus leckerem Nougat. Die süßen Nougatrollen werden ebenfalls mit getrockneten Früchten oder Nüssen je nach Belieben gefüllt.

Noch heute wird Lokum scherzhaft als „Türkisches Viagra“ bezeichnet.

Das nun seit Jahrhunderten hergestellte Lokum entstand zur Zeit des Osmanischen Reiches im späten 17. Jahrhundert. Eines Tages verlangte der Sultan von seinem Konditor (Ali Muhiddin Hacı Bekir) eine Süßigkeit zu kreieren, die ihm zu mehr Manneskraft verhelfen sollte um alle Damen in seinem Harem verwöhnen zu können. Damals benutzten die Konditoren zur Herstellung noch Honig und Traubenmelasse als Süßstoff und mischten diese mit Mehl, Wasser und anderen Gewürzen um Süßigkeiten zu produzieren, da reiner Zucker noch nicht vorhanden war. Erst als im späten 18. Jahrhundert Zucker von den europäischen Raffinerien erzeugt wurde, ersetzte man den Honig durch diesen.

Lokum lässt sich hervorragend mit türkischen Mocca kombinieren.

Die süße Verführung bzw. „turkish delight“ bietet Feinschmeckern ein unvergleichbares Erlebnis. Natürlich bringt die süße Leidenschaft allerlei Gefahren mit sich. Zwischendurch mal was Süßes ist zwar gut für die Nerven, aber man sollte dennoch seine Grenzen kennen. Daher lieber mal den einen oder anderen „Ausrutscher“ ausdauernd genießen und auf der Zunge zergehen lassen – nichts ist vergleichbar mit der Süße und dem nachhaltigen Geschmack von Lokum.